Das Wichtigste in Kürze
- Heller Untergrund: Ahorn ist heller als Buche und Eiche, deshalb hebt sich eine Lasergravur deutlicher ab.
- Aus einem Stück: Bis 31 × 21 × 1,5 cm fertigen wir ohne Leim, aus einer durchgehenden Fläche.
- Gleichmäßiges Gravurbild: Bei verleimten Brettern siehst du jede Lamellengrenze im Motiv.
- Formstabil: Ahorn verträgt Feuchtigkeit besser als Buche und verzieht sich weniger stark.
- Pflege: Ausschließlich pures Leinöl, nachölen alle sechs bis acht Wochen.
Inhaltsverzeichnis
- Warum ausgerechnet Ahorn
- Was beim Lasern von verleimtem Holz passiert
- Die Grenze liegt bei 31 × 21 Zentimetern
- Feuchtigkeit: der Unterschied zu Buche
- Warum Holz in der Küche funktioniert
- Geölt wird mit Leinöl, mit sonst nichts
- Nachdunkeln ist kein Mangel
- Wo Ahorn nicht die erste Wahl ist
- Zum Preis
Warum ausgerechnet Ahorn
Von rund 2.500 Artikeln in unserem Sortiment sind höchstens fünf Prozent aus Buche. Alles andere ist überwiegend Ahorn. Das ist keine Gewohnheit, sondern hat drei Gründe, die alle mit dem zu tun haben, was wir mit dem Holz machen: gravieren.
Ahorn ist heller als Buche und deutlich heller als Eiche. Beim CO2-Laser entscheidet der Untergrund darüber, wie gut man die Gravur später sieht. Auf hellem Holz steht ein dunkler Brandkontrast klar da. Auf Eiche verschwimmt derselbe Kontrast, weil der Untergrund schon dunkel ist und die ausgeprägte Maserung zusätzlich stört.
Der zweite Grund ist die Feuchtigkeit, dazu weiter unten mehr. Der dritte ist die Gleichmäßigkeit des Holzes, und der hängt daran, ob ein Brett verleimt ist oder nicht.
Was beim Lasern von verleimtem Holz passiert
Ein verleimtes Brett besteht aus mehreren Lamellen, also aus Stäben, die nebeneinander verklebt sind. Diese Stäbe stammen aus verschiedenen Bäumen.
Und genau da fängt das Problem an.
Der eine Baum ist langsam gewachsen, an einem kargen Standort, mit eng liegenden Jahresringen. Sein Holz ist dichter und härter. Der Baum daneben hatte mehr Licht und besseren Boden, ist schneller gewachsen, hat weiter auseinanderliegende Ringe und weicheres Holz.
Der Laser trifft beide mit derselben Leistung. Im harten Holz wird die Gravur dunkler, weil das Material dichter ist. Im weichen Holz wird sie heller und geht tiefer hinein. Die Grenze zwischen zwei Lamellen läuft mitten durch dein Motiv, und man sieht sie. Nicht manchmal, sondern immer.
Dazu kommt der Leim selbst, der sich beim Gravieren anders verhält als das Holz um ihn herum.
Bei einem Brett aus einem Stück gibt es das nicht. Da ist eine durchgehende Fläche mit den Jahresringen eines einzigen Baumes, der mehr oder weniger gleichmäßig gewachsen ist. Die Gravur läuft durch ohne Sprung.
Die Grenze liegt bei 31 × 21 Zentimetern
Bis zu einer Größe von 31 × 21 × 1,5 cm fertigen wir Schneidebretter und Frühstücksbrettchen aus einem Stück. Darüber wird es schwierig, nicht in der Werkstatt, sondern im Wald. Einen Stamm zu finden, aus dem man eine durchgehende Fläche in dieser Breite schneiden kann, ist bei größeren Maßen kaum noch möglich.
Das ist eine echte Grenze, keine Verkaufsmasche. Wer ein großes Brett braucht, kommt an verleimter Ware nicht vorbei. Bei den gängigen Größen für Frühstück, Brotzeit und Vorbereitung geht es aber ohne.
Unser Ahorn kommt aus Deutschland und aus Europa, je nach Verfügbarkeit und Qualität des jeweiligen Einschnitts.
Feuchtigkeit: der Unterschied zu Buche
Buche ist ein gutes Holz, aber sie mag kein Wasser. Wird ein Buchenbrett feucht, verzieht es sich schnell und deutlich. Ist es zusätzlich verleimt, brechen die Leimfugen auf und das Brett reißt ein. Danach ist es hin.
Ahorn geht anders damit um. Er nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab. Verziehen kann er sich auch, das gehört zu Holz dazu, aber weniger stark, und in den meisten Fällen geht die Verformung von allein zurück.
Falls doch einmal eine Schüssel bleibt: Befeuchte das Brett auf der gegenüberliegenden Seite. Die Feuchtigkeit gleicht sich aus und das Brett zieht sich wieder gerade. Das funktioniert, weil hier kein Leim im Weg ist, der die Bewegung blockiert.
Der häufigste Grund für ein krummes Brett ist übrigens nicht das Spülen, sondern Sonne. Wärme trocknet die Oberseite aus, während die Unterseite ihre Feuchtigkeit behält. Dann zieht sich die eine Seite zusammen und das Brett kippelt auf dem Tisch. Deshalb: nicht auf der Fensterbank lagern und nicht auf der Heizung trocknen.
Warum Holz in der Küche funktioniert
Holz zieht Feuchtigkeit über die Kapillaren nach innen. Keime, die beim Schneiden auf die Oberfläche kommen, werden mit hineingezogen und finden dort keine Bedingungen zum Überleben. Kunststoffbretter dagegen bekommen mit der Zeit Schnittrillen, in denen sich Rückstände halten.
Bei einem Brett aus einem Stück gibt es dabei keine Leimfuge, an der die Feuchtigkeit anders wandert als im Holz daneben.
Geölt wird mit Leinöl, mit sonst nichts
Bei uns im Haus kommt auf Schneidebretter, Frühstücksbrettchen und die übrigen Holzartikel ausschließlich pures Leinöl. Kein Gemisch, kein Hartwachs, kein Mineralöl.
Leinöl zieht tief ein und bildet eine Schicht, die Feuchtigkeit abweist. Das ist der praktische Unterschied im Alltag: Ohne Öl zieht der Saft einer Tomate sofort ins Holz und bleibt drin. Mit Öl bleibt er auf der Oberfläche und lässt sich abwischen.
Nachölen solltest du alle sechs bis acht Wochen. Der Abstand hängt davon ab, wie oft du das Brett benutzt und wie oft es nass wird. Nach einer Weile bekommst du ein Gefühl dafür: Ein Brett, das Öl braucht, sieht stumpf und trocken aus und nimmt Wasser schneller auf.
Wie du zwischendurch reinigst, steht ausführlich in unserer Pflegeanleitung.
Nachdunkeln ist kein Mangel
Ahorn wird mit den Jahren dunkler. Das ist normal und passiert bei jedem echten Holz. Wer nach zwei Jahren ein Brett in derselben Farbe wie am ersten Tag erwartet, hat vermutlich kein Massivholz vor sich.
Die Gravur bleibt dabei sichtbar. Der Kontrast wird mit dem Untergrund etwas weicher, aber das Brandbild sitzt im Holz und wäscht sich nicht heraus.
Wo Ahorn nicht die erste Wahl ist
Bei Produkten, die dauerhaft mit Wasser in Berührung kommen, greifen wir zu anderen Hölzern. Kochlöffel etwa liegen im Topf und werden anders beansprucht als ein Brett, das gespült und abgetrocknet wird.
Für fast alles andere in der Küche funktioniert Ahorn. Das Verhältnis in unserem Sortiment spiegelt das ziemlich genau wider.
Zum Preis
Ahorn kostet mehr als Buche. Der Grund ist die Verfügbarkeit: Es wächst schlicht mehr Buche als Ahorn, und der Rohstoffpreis folgt dem.
Bei einem Brett, das viele Jahre hält und nicht an einer Leimfuge auseinandergeht, relativiert sich die Differenz ziemlich schnell.
Wo du unsere Ahornartikel findest
- Schneidebretter aus Ahorn
- Schneidebretter aus Buche – für alle, die den helleren Kontrast nicht brauchen
- Frühstücksbrettchen eckig
- Schneidebretter nach Holzart
Gefertigt in unserer Werkstatt in Hersbruck, graviert auf eigenen CO2-Lasern.